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Olympia 2026: Frauen rodeln schneller als Männer – gibt Sieger zu

24.01.2026, GER, Rennrodeln, Saison 25/26, Maenner / Frauen / Einsitzer, 7.Eberspaecher Rodel Weltcup / 1.Mixed-Event Europameisterschaft presented by Skechers, Europameisterschaftslauf Single Mixed J ...
Das deutsche Olympiasieger-Duo nach einem Mixed-Event im Weltcup: Julia Taubitz und Max Langenhan (r.).Bild: www.imago-images.de

Frauen rodeln schneller als Männer – sagt der Olympiasieger

11.02.2026, 11:0311.02.2026, 11:03

Wenig überraschend kommen die Olympiasiegerin und der Olympiasieger im Rodeln beide aus Deutschland. Bei den Frauen triumphierte am Dienstag Julia Taubitz, zwei Tage zuvor sicherte sich Max Langenhan Gold bei den Männern. Die Deutschen dominieren viele Wettbewerbe im Eiskanal und zählen auch heute im Doppelsitzer bei beiden Geschlechtern zu den Favoriten.

Was hingegen wohl etwas überraschend ist: Würden Taubitz und Langenhan gegeneinander antreten, würde die Frau gewinnen. Dies erklärt zumindest Letzterer gegenüber der Bild. In Cortina war die 29-jährige Sachsin über vier Läufe gesehen insgesamt tatsächlich über eine halbe Sekunde schneller als ihr Landsmann. Jedoch fahren die Frauen zwei Kurven weniger – dadurch fehlt ihnen irgendwann aber die Geschwindigkeit im Vergleich zu den Männern. Taubitz' Topspeed ist mit 119,6 km/h knapp zwölf km/h langsamer als jener von Langenhan.

Bei anderen Eiskanälen sei das hingegen nicht der Fall, in St. Moritz beispielsweise. «Da habe ich gar keine Chance gegen sie», so der 26-jährige Langenhan, der anfügt: «Da muss ich bis zur Mitte der Bahn eine Sekunde herausfahren, brauche einen guten Start, weil ich unten so eine Dresche von Julia kriege. Sie ist da vier, fünf Stundenkilometer schneller.» Die charmante Erklärung des 97-kg-Mannes: «Ich bin ein Bus und Julia ein Sportwagen.»

Zwar sei er über 30 Kilogramm schwerer, was seiner Geschwindigkeit zugute kommt, doch habe er dadurch auch mehr Luftwiderstand. «Da kippt das Verhältnis: Aerodynamik übertrumpft den Vorteil der Hangabtriebskraft», sagt Langenhan. Der Thüringer sei deshalb froh, «dass wir vom höheren Herren-Start losfahren – dann fällt das nicht auf, dass die Frauen schneller fahren können als wir».

Taubitz selbst startet im Training gerne mal vom Herren-Start und sagt: «Wenn du einmal vom Herren-Start losgefahren bist, dann gehst du ganz anders heran. Dann hast du die Respektschwelle schon einmal übersprungen. Daher tut es gut.» Ob es bereits ein Direktduell im olympischen Eiskanal gegeben hat, liessen die beiden offen. (nih)

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